Ubuntu Budgie 18.04 – The bionic Beauty

Ubuntu Budgie ist unter den sogenannten Flavours, also den offiziellen Varianten von Ubuntu der Newcomer. Aber definitiv einer der schönsten und am einfachsten zu benutzenden Desktops im Ubuntu Universum.

Ich bin zur Zeit des 16.04 Release von Ubuntu auf den Desktop aufmerksam geworden. Als klar war, dass der von Canonical entwickelte Unity Desktop nur in einer Community Edition weiterleben würde und nicht mehr die erste Wahl wäre, wollte ich einen neuen Desktop ausprobieren. Ich gebe zu es hat lange gedauert, aber der Unity ist mir schon ans Herz gewachsen bzw. etlicher der Tasten – Shortcuts einfach in Fleisch und Blut übergegangen.  Nun sollte das vorbei sein und da ich nicht so der Freund von dauernd wechselnden Oberflächen bin, brauchte ich also etwas Neues, schickes, dauerhaftes.

Der Budgie Desktop wurde eigentlich für das Solus Projekt entwickelt. Solus ist eine Linux-Distribution, die auf einen eigenen Paketmanager setzt und eine kleine aber sehr lebendige Community hat. Ich habe mir das Solus mal angeschaut, aber aus irgendwelchen Gründen (habe ich jetzt echt vergessen) war das nichts für mich.

Jetzt aber nochmal von vorne, beim erscheinen des 16.04 LTS tauchte irgendwie der Begriff Ubuntu Budgie Remix 16.04 in meiner Welt auf. Da war ich dann schon neugierig, was denn das wohl sein sollte. Zur der Zeit war das Budgie ja noch kein offizielles Flavour, sondern eine Community Edition. Der erste Eindruck war positiv und ich wollte das Projekt auf jeden Fall weiter beobachten. Ab der Version 17.04 war es dann offiziell und zur Einführung der 18.04 gab es eigentlich kein Argument mehr noch an Unity festzuhalten.

Was ist so besonders an Budgie?

Der Desktop ist modern und sieht in erster Linie einfach mal komplett schön aus. Plank und Raven sind zwei Funktionen, die man nach einem ersten eingewöhnen schnell gern hat. Aber der Reihe nach, Plank ist die Startleiste des Budgie. Dort kann man seine häufig genutzten Anwendungen ablegen. Wenn man Plank über ein eigenes Konfigurationstool nach untern auf den Bildschirm legt und ein vergrößern der Symbole beim überfahren mit der Maus einstellt, dann erinnert das schon stark an ein ähem naja sieht aus wie von einer Firma mit Obst im Logo.

Der Raven ist eine Seitenleiste, die ebenfalls an MacOS erinnert. Dort findet man Benachrichtigungen, Kalender und noch etliche andere Funktionen. Alles natürlich konfigurierbar.

Das Software Center ist das gleiche, das alle anderen Ubuntu Versionen auch nutzen. Überhaupt finde ich die Softwareauswahl der vorinstallierten Programme sehr gut. Da finden sich Chromium, Libre Office, Rhythmbox und MPV als Videoplayer. Außerdem setzt man beim Mail Programm auf Geary, das ich bis dahin noch nicht kannte, das aber in Konfiguration und im täglichen Betrieb einfach und gut funktioniert. Auf jeden Fall war es nicht komplizierter einzurichten als der Thunderbird. Und bevor ich es vergesse, Snap gibt es natürlich auch.

Fazit

Die Optik des Desktops und die Ubuntu getriebene Power darunter sind ein starkes Team. Das Budgie LTS läuft erstmal 3 Jahre und muss spätestens dann erneuert werden. Ich denke aber, dass es bis 2021 noch so viele Verbesserungen an dem System geben wird, das man so lange eh nicht die Füße stillhalten kann und schon vorher updaten möchte. Für mich ist der Budgie auf jeden Fall der aktuell beste Desktop für jeden, der einfach damit arbeiten möchte. Ich denke mal die Frickler, Tester und Ausprobierer werden schon bei der Installation darauf verweisen, dass es viel zu leicht geht. Die die ihren Rechner aber einfach nutzen wollen um am Ende des Tages etwas fertig zu haben (Texte, Tabellen, E-Mails etc.) und die keine Lust oder Zeit haben vorweg noch tagelang an dem Rechner zu konfigurieren, für die ist Ubuntu Budgie genau richtig. Ach ja und falls ich es noch nicht erwähnt habe: Schön ist der auch noch!

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