Nokia 3310 – Das Perfekte Sommerphone?

Wir waren dieses Jahr für 1 Woche an der Küste. Genauer gesagt in Ditzum, Ostfriesland. Ich hatte in diesem Jahr kein Bedürfnis, viel Technik mit mir herumzuschleppen, weil ich den Sommer und die Gegend genießen wollte ohne die ganze Zeit auf ein Phone oder einen Laptop zu schauen.

Deswegen stand fest, dass der Laptop zu Hause bleibt und mein Standard Phone, das Huawei Mate 9 ebenfalls. Den Ersatz lieferte Nokia mit dem 3310. Das Teil gab es gerade günstig bei Amazon und deswegen habe ich beschlossen es zu testen.

Eigentlich bringt das 3310 alles mit, was man für ein paar ablenkungsfreie Tage braucht. Die Kontaktdaten lassen sich vom Mate sehr schnell auf das Nokia exportieren. Noch eine 16GB MicroSD eingelegt und schon ist definitiv genug Speicherplatz vorhanden. Damit wäre das Handy dann auch schon einsatzbereit. Sim Karte einlegen, Datum und Uhrzeit einstellen und los geht es. Also eigentlich geht erstmal nichts los, denn es gibt keine Dienste, die einem Melden, was man alles verpasst hat. Sehr beruhigend! Natürlich habe ich meinem Umfeld schon vorher klar gemacht, dass ich während des Urlaubs auch nur per SMS oder eben Anruf zu erreichen bin. Seien wir mal ehrlich, wenn es wichtig wird, dann sind das eh die Optionen, die man nutzen sollte, ansonsten ist es eben nicht so wichtig.

Das Handling eines Handys dieser Bauart ist wirklich nicht mehr einfach und eine SMS zu schicken (früher konnte man ganze Romane auf dieser Tastatur in der Hosentasche schreiben) ist wirklich anstrengend. Zu verwöhnt sind die Finger des Smartphones On-Screen Tastaturen und seien wir mal ehrlich, das ist auch ok so. Telefonieren geht toll, ich glaube ich habe in dieser Zeit mehr mit Menschen gesprochen als sonst im Jahr.

Lasst uns noch über die Kamera reden. Das Ding macht 2 Megapixel und ist damit ziemlich aus der Zeit. Ich habe die Kamera trotzdem genutzt um ein paar Bilder zu machen. Allein Anhand der Werte sollte klar sein, das 2 MP nicht die Welt sind und die Bilder stark vergrößert pixelig werden. Für den professionellen Einsatz also nicht geeignet, für einen Schnappschuss auf die schnelle aber richtig gut, zumal das 3310 in der Hosentasche kaum auffällt. Allerdings muss man nach dem Auslösen des Bildes noch einen Atemzug warten und erst dann das Gerät wieder bewegen, weil die Bilder sonst alle leicht verwackelt sind. Die Bilder dann wieder auf einen Laptop oder Mac zu übertragen ist überhaupt kein Problem. Weder auf dem Mac noch unter Windows oder Linux gab es Probleme die Bilder zu übertragen. Das Ganze funktioniert als extremst kompatibel.

 

Fazit:

Das Teil ist klein, leicht und natürlich hält der Akku länger als bei den meisten Smartphones. Es ist ziemlich angenehm ein Phone in der Tasche zu haben, dass nicht alle 3 Minuten meint, einen über die Neuigkeiten der Welt informieren zu müssen. Allerdings gab es auch genug Situationen, bei denen ich gerne mal bei Google nahgeschlagen hätte oder mir den Weg auf Maps anschauen wollte. Das sind allerdings auch Reflexe, die im Laufe der Zeit vergehen. Wir waren im Anschluss noch ein paar Tage in Berlin, wo ich das Nokia auch im Einsatz hatte. Dort war alles schon wesentlich entspannter. Die Sucht hatte deutlich nachgelassen. Für ein paar Tage, in denen man seine Ruhe haben will, halte ich das Nokia 3310 für nahezu perfekt. Wer trotz allem qualitativ hochwertige Bilder haben möchte muss eine weitere Kamera mitnehmen. Denn das kann das Nokia nicht leisten. Ansonsten sind mit Snake, Bluetooth, einem paar Kopfhörer, der Radiofunktion und einem Mp3 Player alle Sachen an Board mit denen man ein paar Tage durchkommt. Deswegen eine klare Empfehlung!

 

Hier gibt es das Nokia 3310 bei Amazon

 

Alle Fotos mit dem Nokia 3310 gemacht.

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